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Stuntbike Eigenbau "auf schnell"

 

Ausgangsbasis

Den ganzen Winter waren wir bereits auf der Suche,

nach einem neuen Stunt Bike für mich.

Es gab jede Menge Suchfaktoren, welche die

Auswahl an Bikes gewaltig einschränkten.

Das Bike sollte leicht sein. Der Hauptrahmen

sollte zum bearbeiten vorzugsweise aus Eisen

sein und nicht aus Alu. Das Bike und die

Ersatzteile sollten relativ günstig sein um

längere Stehzeiten zu verkürzen. Der Motor sollte

hohe Drehzahlen halten können und sollte

auch günstig sein, falls er mir während der

Saison einmal um die Hörer fliegt und

getauscht werden muß.

 

Alles sollte es eine gute Bastelvorlage bieten.

Und so landeteten bei einer alten Honda

CBR 600 anno 1989.

Eine recht seltsame Wahl wenn man bedenkt ,

dass in dieses Bike original hinten ein 130iger

Gummi eingebaut wurde. Vorne wurde auch nur

ein 110er Gummi eingebaut, jedoch mit 17 Zoll

und nicht 16 Zoll wie bei einigen Modellen später...

z.B. Fireblade

Interessant ist ja hier zu sehen das man vorne

1988 bereits einen 110er Reifen eingebaut hat und

2007 haben wir noch immer gerade mal 120iger,

dabei wäre z.b. ein 150iger auf sagen wir mal

nicht Superbike Rädern mehr als notwendig.

Komisch...

 

Hinten dagengen ist die Evolution

nicht stehen geblieben von 130 auf 200 .

 

Das Bike hatte schon 1988 Ram Air einlässe zur

den Rahmen. Auch dies hat man wieder vergessen

um es Jahre später neu zu erfinden.

So das Ding wird erstmal zerlegt.

Zuerst haben wir mal eine Honda XX

Gabelbrücke eingebaut.

 

Heck und Tank runter.

Schwinge ausbauen

 

 

Gabel

 

Heckrahmen

 

Heck Poliester und Rücklicht

 

Los gehts

 

Blauer Lack

 

Weisser Lack

 

Schlussarbeiten

Um die letzten Arbeiten durchzuführen,

wurde das Gerät aufgeladen, da die notwendigen

Schweiss und Dreharbeiten nicht in der

Werkstatt mehr durchgeführt werden können.

Zum Glück hab ich dabei nicht gleich den Auspuff

verloren, der war nämlich nur draufgesteckt und lag

nach der Ankunft im Hänger auf dem Boden.

Und gleich ran an Arbeit.

Ja, da schaut der Harry ganz genau. Schließlich werden

wir als erstes einmal die Distanzen für die Hinterachse

aus dem vollem Alu drehen.

Fehler kosten Zeit und Geld und beides haben wir nicht.

Folgendes muss bedacht werden: Achsen Durchmesser

auf Passung. Radlager Aussendurchmessung

auf 0 Passung. Reifen Distanzierung in die genaue

Mitte, Kettenflucht und so weiter.

Die kleine Drehbank sollte reichen und schon fallen

die ersten Spähne.

Lieber nochmals nachmessen mit die geografischen

Geräte - wegnehmen kann man ja nur dazu geht

nichts mehr.

Und schon sind die Spacer drinnen.

Als nächstes werden wir etwas Schweissen.

Es werden alle vorhanden Schweissnähte, welche

vorab nur zum Einrichten mit dem Fülldraht

Schweissgerät angedeutet wurden,

komplett durchgeschweisst.

Dazu muss natürlich nochmals alles runter, alle

Benzinquellen versiegelt und alles mögliche

abgedeckt werden.

Zusätzliche hochfeste Verbindungen wurden

eingescheisst, da dieses Bike ja ein bischen mehr

aushalten soll...

Na ist der Heckrahmen jetzt gerade oder nicht...

Gar nicht so einfach Vorderrad, Rahmen,

Schwinge und Heckrahmen genau auszurichten.

Nur mit Schublehre (Schieblehre für die Germanen)

oder Massband ist da nicht, da braucht man

auch ein sehr gutes Augenmaß.

Wer sich jetzt fragen Sollte wozu der Aufsatz

auf den Heckrahmen hinten draufgeschweisst wurde...

...das dient dazu, dass die Heckbank komplett

aufliegt. damit man ordentlich draufspringen kann.

 

So jetzt gehört noch der Auspuff dicht geschweisst.

Vorab muss dieser jedoch noch an die Steigung des

Hecks angeglichen werden. Mit einer Schelle

auf den Fussrastern, bekommt man

die Steigung relativ genau hin.

Der Laser K1 ist ein "mittel" leiser Auspuff

mit E Prüfzeichen, damit gibt es weniger

Probleme bei den Sheriffs und beim Training

auf Parkplätzen ist die Belastung für die

Anrainer wesentlich kleiner als nur mit dem Krümmer.

Als nächstes brauchten wir eine Distanz

für die Schwingenachse.

 

Das Stück wird zum Schluss in

zwei genau gleichgrosse Stücke zerteilt.

Damit dann man diese Distanz einbauen und

entfernen ohne gleich die ganze Schwingenachse

rauszuziehen und damit die Schwinge auszubauen.

 

Bevor wir die Schwingenachse nun entgültig

angezogen, gaben wir nochmals ordentlich

Fett in die Lager.

Jetzt brauchen wir noch zum

Spannen der Kette Quadratplatten.

Diese haben wir schon vorbearbeitet,

müssen aber, wegen der Achsenlänge,

diese noch etwas schrumpfen lassen.

 

Dazu müssen wir die Drehbank etwas umbauen,

weil die Quadratplatten nun mal quadratisch sind.

Fertig sind die Distanzierungs Platten.

 

Schleifeisen

Als nächstes Stand am Programm,

das Schleifeisen zu bauen.

Es soll versenkbar sein.

 

Fertigstellung mit allen Mitteln - Die Ankerplatte (ohne Worte)

 

Bülent sei Dank

Da ich meinen Freund Bülent, das Ding für

einen Rolling Burnout Test geborgt

habe, musste ich gleich mal den

Hinterreifen, die Kupplung und

das Lenkkopflager tauschen.

Zuerst mal Öl raus und alle Schrauben

vom Kupplungsdeckel entfernen.

Dann mit Gummihammer los prellen und den

Gehäusedeckel abziehen.

Schrauben und Federn wegschrauben.

Dann den Sicherungssplint aufmachen und

die Mutter mit einem Schlagrauber öffnen.

Alles schön auflegen. Und auf keinen Fall sollte

man die Reihenfolge vertauschen.

Die neuen Lamellen müssen schön mit neuem

Motoröl eingeölt werden.

Dann wieder draufstecken.

Mutter wieder anziehen und Sicherungssplint

wieder zu machen.

Platte mit dem Lager und den neuen

stärkeren Federn wieder draufschrauben.

Und schon kann man die Abdeckung

wieder anschrauben. (Sofern die Dichtung OK ist.)

 

Jetzt hab ich auch gleich dne neuen

Hinterreifen eingebaut.

Auch den Vorderreifen hab ich auf einen

weicheren 150iger Race H2 Gummi getauscht.

 

 

Und so sieht das Ergebnis aus

 

 

Zusammenfassung und Daten

 

Umbauzeit: eine Woche... :-)

Fertigungskosten inkl. Motorrad : € 4.600,00

Besitzer: Armin

Umgebaut haben: Armin, Harry, Fredl, Jürgen, Fighter15

Lack: Armin

Umbauten

Bremsanlage: umgebaut auf 4 Stahlflexleitungen von Spiegler und ABM, Schwimmende Bremsscheiben Lagerung von ABM, 2 Stück 3Kolben Bremssattel, Carbon Renn Belege vorne, 2 Kolben Bremsanlage hinten mit Doppelansteuerung, Handbremszylinder für Hinten mit Spieglerflexleitung nach hinten, 1 Stück Stahlflexleitung von Spiegler hinten, Fussbremszylinder, Bremssattel hinten komplett aus vollem Alu gefrässt, Bremssattel hinten schwimmend montiert für 0 Wiederstand während der Fahrt, mit 2 Klammern gesichter.

Fahrwerk und Handling: Eigenüberarbeitete Gabel von einer CBR 1100 (sehr hart), Spezial Öl, Öhlins Federn, Mod. Lenkkopflager, Lenkeranschlag, stark modifizierte Schwinge aus einer R1 mit Oberzug. Sitz Höherlegung, Eigenbau Schwingen Umlenkung, (bearbeiteter Suzuki Lenkungsdämpfer), LSL Lenker, bearbeitete LSL Gabelbrücke, 20cm kürzerer Radstand, vorne 150iger Reifen, hinten 180iger Reifen, handverstellbares Koni Federbein,

Lackierung: beide Felgen schwarz lackiert und Rand poliert, Motorblock 2K Lack seidenmatt mit leichtem Glanz, Anbauteile mit 2K Lack Alpinweiss,

Anbauteile: 2 Stück MadHead Klappspiegel (E-Geprüft), Lenkerrolle von MadHead, 4x Blinker inkl. Halterung, längeres Kupplungsseil, anderer Gasgriff, UFO Maske vorne, Verstärkte GFK Sitzbankbank mit eingearbeiteten Rücklicht, Einschraub Öl-Temperatur Anzeige, bearbeiteter Kotflügel vorne, bearbeitete R1 Racing hinterradabdeckung verstärkt (mit Hardox 500 Klinge) diverse Sturzpads am ganzen Bike, Koso Tacho

Tuning: mod. E-Geprüfter Auspuff von Laser (K1), Vergaser mit HRC Tuning, polierte Ansaugbrücke. Luftfilterkasten, offener Luftfilter, Übersetzung (16/70) mit 2 Stück verstärkten RK Ketten, Ölkühler System, Benzinpumpe, Abgasrückführung entfernt

Diverse Änderungen: Kabelbaum bearbeitet, Batteriekasten versetzt, Kabelbaum neu verlegt, gekürzter und verstärkter Heckrahmen inkl. neuer Federbeinaufnahme, Tank Thermo Isoliert und Vollauflage am Rahmen mit Stahlkantenschutz,

 

 

Kennzeichenhalterung (Burnout fest), , , , , , , Eigenbau Stangen am Vorderreifen, Kettenschutz Eigenbau aus Niro, Rücklicht, Heckunterverkleidung Eigenbau Schleifeisen,

 

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